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Dàobedeutet im ursprünglichen Sinne 
„der Weg / der rechte Weg / das Ziel“

Der Sinngehalt von Dào ist allerdings so umfassend,
dass es nicht mit einem einzelnen Wort beschreibbar ist.

In der daoistischen chinesischen Philosophie bezeichnet Dào ein ewiges Wirk- oder Schöpfungsprinzip. Dào stellt das oberste kosmische Prinzip dar, das alle Dinge erzeugt und erhält. Alles beginnt mit ihm, und alles kehrt wieder zu ihm zurück. Aus dem Dào entstehen die Polaritäten Yin und Yang. Durch deren Gegensätzlichkeit und deren Zusammenspiel ergeben sich Wandel, Bewegung und gegenseitige Durchdringung. Somit bringt das Dào aus dieser Zweiheit (Yin und Yang) Licht und Schatten, und deren Wandlungen, Bewegungen und Wechselspielen schlussendlich die Schöpfung hervor.

Der Daoismus besagt, dass es im Kosmos nichts gibt, was fest ist. Alles ist dem Wandel (chin. 易) unterworfen. Das Dào verwirklicht durch Anpassung an jenen Wandel, Werden und Wachsen, welches unsere phänomenale Welt ausmacht. Die Dinge und ihr Verlauf werden als sich selbst ordnend und sich selbst in ihrer Natur entfaltend und verwirklichend angesehen. Jedes Ding und jedes Wesen verwirklicht spontan seinen eigenen Weg, sein eigenes Dào. 

Dieser Spontaneität ihren Lauf zu lassen und nicht einzugreifen wird als „WU Wei“ bezeichnet (= nicht-handeln. Achtung: Nicht mit Passivität zu verwechseln!) Daher ist es auch sinnlos, seine Energie in einem stetigen Willensakt der Handlung zu verschwenden. Einfach geschehen lassen und den Dingen ihren selbst ordnenden Verlauf überlassen und sich nicht durch eigene Wünsche, Begierden und Urteile verblenden lassen. Handeln ohne Kraftaufwand = Wu Wei