Atlastherapie

Der Atlas ist der 1. Halswirbel und „trägt“ quasi den Schädel – dies bedeutet, er bewegt als Basis sozusagen den Schädel auf der Wirbelsäule. Somit fungiert er als Mittler zwischen Wirbelsäule, Körper und dem Schädel selbst.

Die Ursachen für eine hochcervikale Dysfunktion sind vielfältig!

Funktionsstörungen der HWS (Halswirbelsäule) können durch Überlastungen, Zugluft oder auch falsche nächtliche Lagerung entstehen. Auch sonstige Fehlhaltungen (vor allem am Arbeitsplatz) können unter Umständen zu ständigen starken, teils sehr schmerzhaften Verspannungen der Muskulatur führen.

Der dauernde Muskelzug an den Wirbeln kann die berüchtigten Blockaden in der Wirbelsäule verursachen. Aber auch vermeintlich „leichte Unfallgeschehen“ mit „gutem Ausgang“ können  dafür verantwortlich sein. So zum Beispiel ein Sturz vom Fahrrad, von der Couch oder auch Sportunfälle, Verkehrsunfälle (mit und ohne Schleudertrauma), heftiges Kopfanstoßen ect.

Eine weitere, häufige Ursache liegt oft nicht einmal in der Halswirbelsäule selbst. Dysfunktionen entstehen beispielsweise auch durch Fehlstellungen im Skelettapparat.

Eine Schiefstellung des Beckens kann sich fehlerhaft in der Statik nach Oben fortsetzen. Das bedeutet, eine Blockierung des Kreuzbeins/ISG kann auch eine Blockierung der HWS nach sich ziehen und umgekehrt.

Die gesamte Occiput-Atlas-Region übt einen großen Einfluss auf den gesamtem Kopf und sogar auf einige Funktionen des Körpers ausüben. Durch den Atlas verlaufen die meisten Nerven, die vom Gehirn zum Körper und zurückführen. Ist die Bahn der Nerven durch eine leichte Fehlstellung dieses Wirbels (Blockade) eingeengt, kann es zu Nervenirritationen und zu diversen Beschwerden kommen.

Neben klassischen Symptomen wie zB. schmerzhaften Bewegungseinschränkungen der HWS, Kopfschmerzen, Migräne, Übelkeit, Zahnschmerzen, Sehstörungen, Konzentrationsstörungen, Kiefergelenksbeschwerden, Benommenheit, können auch Schwindelanfälle mit einer Atlasblockade einhergehen (natürlich sollten andere infrage kommende Ursachen durch eine gewissenhafte Diagnostik ausgeschlossen werden!)

Der Atlas steht in Verbindung mit der suboccipitalen Muskulatur, welche Gleichgewichtsrezeptoren besitzt und zusammen mit dem Innenohr, den Augen und speziellen Rezeptoren im Muskelskelett einen große Bedeutung auf den Gleichgewichtssinn und die allgemeine Tonusregulation des Menschen ausübt.

Eine Atlasfehlstellung kann auch auf die Psyche negative Auswirkungen haben und im Unterbewusstsein unter Umständen als außerordentlich bedrohlich erlebt werden. Dies führt bei manchen Menschen zu Angstzuständen oder zu dem Gefühl „komplett neben sich zu stehen“. In anderen Fällen sind vegetative Fehlregulationen die Folge.

 Die Atlastherapie nach Dorn ist ein sanfte Form der HWS Mobilisation, welche unter aktiver Mitarbeit des Patienten erfolgt. Die Reposition des Atlas wird durch sanfte, physiologische Bewegungen des Kopfes und einer Art Akupressur spezieller Punkte im Nackenbereich und am Querfortsatz des Atlasgelenkes erreicht. Meist erfolgt eine Vorbehandlung mit Akupunktur- und Wärmebehandlungen.   

Es werden keine typischen manipulativen Impulse wie in der Chirotherapie / Chiropraktik gesetzt.

Die zusätzliche Behandlung der mittleren und unteren HWS, sowie des Kiefergelenkes, gehören zu einer mittel - und langfristigen erfolgreichen Therapie dazu. In einer ganzheitlichen Betrachtungsweise werden auch energetische Störungen, der mit dem Atlas in Kontakt stehenden Meridiane, über die Wirbelsäule ausgeglichen. Spezifische Eigenübungen für den Atlas und die Halswirbelsäule beziehen den Patienten aktiv in den Gesundungsprozess mit ein.

In Einzelfällen sind Nachbehandlungen und Komplementärtherapien sinnvoll.